Schönheitsoperationen

Tiefe Einschnitte

Jedes Jahr veröffentlicht der Weltverband für ästhetische plastische Chirurgie ISAPS eine Statistik der beliebtesten Schönheitsoperationen – und listet auf, in welchen Ländern welche OPs besonders beliebt sind: eine kleine Geographie der weltweiten Eitelkeiten.

 

Heimat der Selbstoptimierung: In keinem Land der Welt gibt es so viele Schönheitschirurgen wie in den USA. Etwa jeder sechste der weltweit geschätzten 40.000 Experten für Nasenkorrektur, Haarentfernung oder Fettabsaugung residiert in einem der 50 Bundesstaaten. Die höchste Dichte an Schönheitschirurgen hat allerdings ein asiatischer Staat: Bezogen auf die Einwohnerzahl gibt es nirgendwo so viele entsprechende Fachärzte wie in Südkorea

 

Japan: Keine Operation ist weltweit so beliebt wie die Korrektur der Augenlider. Rund 1,4 Millionen Menschen ließen diese laut ISAPS-Schätzung im Jahr 2014 global straffen. Rund 140.000 Mal wurde die Lidkorrektur in Japan durchgeführt. Bezogen auf die Bevölkerung ist Südkorea der Spitzenreiter: mit einer Lidkorrektur pro 455 Einwohner.

 

 

USA: Hollywood macht’s vor – und viele (vor allem Frauen) machen es nach. Bei Schönheits-OPs an der Brust liegen die Amerikaner ganz vorn – etwa jeder 1000ste Einwohner hat sich 2014 dafür unters Messer gelegt.

 

 

 

Deutschland: Schlank ist schön, das denken auch viele Deutsche. Statt Diät oder Fitnessstudio legen sich mancher für den perfekten Körper lieber unters Messer: Keine OP ist in Deutschland so beliebt wie die Fettabsaugung, vor allem an der Hüfte. International liegen südamerikanische Länder wie Kolumbien ganz weit vorn.

 

  

Südkorea: Nicht nur bei Hightech haben die Ostasiaten die Nase vorn. Auch bei Nasen-OPs läuft das Land allen anderen den Rang ab. Über 100.000 Eingriffe pro Jahr bedeuten rund eine OP pro 500 Einwohner.

 

 

 

 

Brasilien: Beim berühmten Karneval von Rio de Janeiro gehen die Bilder weiblicher und männlicher Traumkörper jedes Jahr um die Welt. Das hat seinen Preis: In keinem Land der Welt werden pro Einwohner so viele Korrekturen an Bauch und Po vorgenommen, wie in Brasilien.