ENDLICH VERSTEHEN

Automatisierter Rasenmäher

Illustration Max Kulich

Gewissemaßen steht das Rasenmähen exemplarisch für die Geschichte der technologischen Evolution. Am Anfang schob der Mensch, dann saß er wie ein König obenauf, mittlerweile kann er der Maschine vom Gartenstuhl aus zusehen: Diese fährt nämlich längst den Rasen automatisch ab.

Der Rasenmäherautomat ist dauerhaft im Einsatz und mäht nicht erst dann, wenn das Gras zu lang ist. So wird der Rasen ständig kurz gehalten. Den Fahrweg bestimmt die Steuerungssoftware unter Berücksichtigung von Sensoren 1. Stoßsensoren, Abstandssensoren, Kippsensoren oder Wettersensoren liefern Hinweise für die beste Route. Sofern Hindernisse im Weg sind, kann der Mähroboter um das Hindernis herum fahren 2.

Für die meisten Mähroboter muss man mit einem Begrenzungsdraht die Rasenfläche eingrenzen 3. Nur in diesem Bereich wird sich dann der Mähroboter bewegen. Der Draht wird auf oder ein Stück unter der Erde verlegt. Es handelt sich meistens um ein stromführendes Kabel 4, das durch Induktion vom Rasenroboter erkannt wird – er wird dieses Kabel nicht überfahren.

Seine Arbeit unterbricht der Rasenmäher üblicherweise nur bei Regenwetter und für Ladepausen, in denen der eingebaute Akku in der Ladestation 5 wieder aufgeladen wird. Den Weg zur Ladestation weist dem Mähroboter ein Suchkabel. Dieses wird ähnlich wie das Begrenzungskabel in der Erde verlegt.

So bleibt der Rasen immer kurz und man muss sich um nichts kümmern. Wer allerdings selber weiter schieben will, kann das natürlich auch machen.