Dirk Bruniecki

Einblick

Spielplätze für Erwachsene

Roland Zwickl über ganz besondere Prüfungen, die zu sportlichen Höchstleistungen anregen.

Fotos Dirk Bruniecki

Eigentlich ist Parkour eine athletische Fortbewegungsart, bei der vorhandene Bauten und Hindernisse überwunden werden – zum Beispiel Geländer, Treppen oder Mauern. Weil das aber im öffentlichen Raum oft für Ärger sorgt, gibt es zunehmend auch extra gebaute Parkourgelände. Die Stadt München hat beispielsweise eines auf dem Areal einer Schule errichtet. Hier können die Parkoursportler trainieren und ihre Moves ausführen. 

Meine Aufgabe ist es, durch eine genaue Inspektion sicherzustellen, dass die gesamte Anlage sicher ist und das Risiko, sich zu verletzen, minimiert wird. Parkour hat sehr viel mit Turnen gemeinsam, die Sportler schwingen sich auf Gerüste, balancieren auf schmalen Stangen oder schlagen Salti. Das Ganze in einem hohen Tempo. Dass hier jemand auch mal stürzt, ist völlig normal.

Deshalb achte ich besonders auf den Fallschutz. Der Boden muss einen entsprechenden Belag haben, zum Beispiel Kies, der einen Sturz abfedert. Ich untersuche, ob alle Bauten fest verankert sind und dass die Stangen keine so genannten Fingerfangstellen bilden, also Winkel, in denen man hängen bleiben und sich verletzen kann. Wir prüfen auch, ob eine Anlage regelmäßig gewartet und gepflegt wird – denn nur dann bleibt sie auch sicher.

Solche Anlagen sind eigentlich Spielplätze für Erwachsene. Anlagen dieser Art werden im spektakulärer – es braucht halt immer wieder einen neuen Nervenkitzel. Wir von TÜV SÜD sind dann meistens schon in der Planung dabei und geben Hinweise auf mögliche Sicherheitsrisiken. Damit sorgen wir täglich dafür, dass die Menschen um uns herum in ihrer Freizeit gefahrlos Spaß haben können.

 


WIE EIN FLUMMI – PARKOUR AUS DER PERSPEKTIVE EINES ATHLETEN