Liebe Leserinnen und Leser,

 

vor rund einem Vierteljahrhundert verabschiedete die Volksrepublik China eine neue ökonomische Strategie – hin zur Marktwirtschaft. Seither ist der bevölkerungsreichste Staat der Erde der größte Wachstumsmotor für die gesamte Weltwirtschaft. Das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben. Zwar hat sich das Wirtschaftswachstum in China in der jüngsten Vergangenheit etwas verlangsamt, mit Werten zwischen sechs und sieben Prozent jährlich legt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt aber immer noch deutlich stärker zu als die meisten anderen bedeutenden Wirtschaftsräume.

Wenn die chinesische Regierung nun eine neue Strategie für die Modernisierung des Landes ausgibt, dann ist dies daher allemal beachtenswert. „Made in China 2025“ heißt der neue Fahrplan, der an die deutsche „Industrie 4.0“-Initiative angelehnt ist. Das langfristige Ziel: Bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts, wenn die Volksrepublik ihren 100. Geburtstag feiert, will das Land zur weltweit führenden Industrienation aufgestiegen sein. Nicht mehr als Werkbank der Welt, sondern mit Hochtechnologie, Innovation und Qualität soll dann der Großteil des Gelds verdient werden.

China hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Wandel und Aufstieg erlebt. Niemand wird daher die aktuellen wirtschaftlichen Ambitionen unterschätzen. Wer sich aber bereits heute selbstbewusst und innovationsfreudig auf neue Technologien einlässt und Chancen, die sich unter anderem aus der Digitalisierung ergeben, ergreift, für den stehen mit einer künftigen „Hightech-Nation“ China auch in Zukunft viele geschäftlichen Möglichkeiten offen.

 

Herzlichst, 

 

Ihr