ENDLICH VERSTEHEN

Nabendynamo 

Illustration Laura Cattaneo

Einen Ring aus Eisen, Kupferdraht und eine Magnetnadel – mehr brauchte der englische Naturforscher Michael Faraday nicht, um bereits vor über 180 Jahren das erste Mal aus Magnetismus Strom zu erzeugen. Heute kommt das Prinzip der elektrischen Induktion in unzähligen Geräten zum Einsatz. Dampfmaschinen nutzten es, riesige Kraftwerksgeneratoren – und Fahrraddynamos. Früher waren Seitenläuferdynamos am häufigsten, die direkt am Reifen anliegen und laut surren. Mittlerweile haben sich Nabendynamos durchgesetzt. Sie sitzen im Kern des Vorderrads und arbeiten viel effektiver. Das Herzstück des Nabendynamos bildet eine Spule aus einem Eisen­kern und Kupferdraht . Ein Blechkäfig umhüllt die Spule . Um diese Spulenkonstruktion dreht sich die Nabe des Vorderrads, die mit kleinen Magneten bestückt wurde .

Jedes Mal, wenn die Magnete über die Spule sausen, verändern sie das Magnetfeld über ihr, erzeugen so Spannung und damit elektrischen Strom. Der Blechkäfig dient als Verstärker. An den beiden Enden der Spule wir der so entstehende Wechselstrom abgefangen und mit Kabeln ans Vorder- und Rücklicht weitergeleitet. Muskelkraft und Wissen beleuchten so unseren Weg. Michael Faraday hätte sich gefreut.


Wie funktioniert’s?

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