ENDLICH VERSTEHEN

Schneekanone 

Illustration Laura Cattaneo

Schneit es oder schneit es nicht? Vor der Frage stehen viele Menschen im Winterurlaub. Seit einigen Jahren ist die Antwort immer öfter: Es -schneit mithilfe von Schneekanonen. Während Kunstschnee bei Skifahrern früher einen schlechten Ruf hatte, produzieren moderne Anlagen heute technischen Schnee, der sich kaum mehr von seinem natürlichen Pendant unterscheiden lässt. Die gängigste Variante sind Propellerkanonen. Alles, was man braucht, sind Wasser und Strom – und Minustemperaturen. Damit eine Schneeflocke entsteht, ist ein Kristallisationskeim nötig: Im Naturschnee sind das Staubpartikel, in der Maschine kleine Eiskügelchen, Nukleide genannt. 1. Wassertropfen werden in einem Gemisch aus Wasser und Druckluft aus den Nukleatordüsen 2. in den Luftstrom eines Propellers geblasen und gefrieren bei Temperaturen knapp unter null Grad zu feinen Eiskörnern. 3. Sie durchfliegen einen Sprühnebel aus Wasser und docken an größere Wassertropfen an. 4. Im Wirbel des Propellers finden so immer mehr Kristalle zueinander, formen sich zu Schneeflocken und rieseln herunter. Fertig ist die Schneedecke. 5. Per Düsen-einstellung kann man auch noch den Wunschschnee bestellen, ob Pulverschnee oder Nassschnee: alles möglich.


Wie funktioniert’s?

Was wollten 
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